Hessische Landtagswahlen 2008

Folgendes Flugblatt wurde vor den Landtagswahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf verteilt:


Wen würden Sie lieber wählen?

Einen Kinderporno-Sauger?
Oder den Justiz-Minister,
der den Kinderporno-Sauger
zum Gerichtspräsidenten ernannt hat?

Dr. Johannes Remmel war Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel. Überlastet, wie unsere Justiz nun einmal ist, betätigte sich Remmel nebenbei als
* Vorsitzender eines Kirchen-Gerichts in Fulda
* Vorsitzender des Tennis-Clubs Marburg
* Vorsitzender des Elternbeirats der E-Schule Marburg
* Lehrbeauftragter der Uni Gießen
* Kassenwart der hessischen Verwaltungsrichter

Immer noch hatte Remmel viel freie Zeit. Er nutzte sie um mehr als 1000 Kinderpornos aus dem Internet zu saugen. Das aber haben nicht hessische Polizeibeamte aufgeklärt, sondern Leute in Cottbus.

Den Justiz-Minister, der den Kinderporno-Sauger zum Gerichtspräsidenten ernannt hat, können Sie in Hessen wählen. Es ist der Jurist Dr. Christean Wagner (CDU). Rechts grinst er eitel, weil er eine kleine Bergziege, die ihm nichts getan, abgeknallt hat. Freude am Töten Wehrloser ist genau, was ein Justizminister braucht.

Links sehen Sie die Abschluss-Veranstaltung des vorigen Wahlkampfs zum hessischen Landtag am 2.2.2003. Die Strafverfolgung des präzis aufgezeichneten Überfalls wurde unterbunden von dem Richter E.Laudi, der mit vielen CDU-Bonzen dem Rotary-Club angehört. In der Zeit, zu der Volker Bouffier (CDU), Roland Koch (CDU), Christean Wagner (CDU) und Jürgen Banzer (CDU) für Sicherheit sorgten, wurde meine Haustür viermal eingeschlagen. Andere in Hessen haben Ähnliches erlebt.

Die SPD-Genossen aus der Zeit vor der CDU-Regierung waren schmierig genug. Die CDU aber ist die Partei
professioneller Krimineller.

Dr. Ulrich Brosa | Am Brücker Tor 4 | 35287 Amöneburg | www.althand.de/beil.html


Der hessische Rundfunk veröffentlichte am 27.1.2008 etwa ab 20 Uhr die folgenden vorläufigen Ergebnisse. Sie unterscheiden sich von den amtlichen Endergebnissen nur unmerklich.

Amöneburg
Wahlbeteiligung 67.0%

Zweitstimmen %27.1.2008+/-
CDU 50.3 -19.5
SPD 26.2 +10.2
GRÜNE 4.9 -0.6
FDP 10.5 +4.6
REP 1.4 -0.1
Die Tierschutzpartei 0.5 +0.1
BüSo 0.0 +0.0
PSG 0.0 +0.0
Volksabstimmung 0.0 -
GRAUE 0.1 -
DIE LINKE 4.0 -
Die Violetten 0.0 -
FAMILIE 0.6 -
FREIE WÄHLER 0.7 -
NPD 0.5 -
PIRATEN Hessen 0.0 -
UB 0.0 -

Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II
Wahlbeteiligung 65.5%

Zweitstimmen %27.1.2008+/-
CDU 30.9 -14.8
SPD 42.3 +12.2
GRÜNE 9.0 -4.5
FDP 8.3 +1.3
REP 1.1 -0.3
Die Tierschutzpartei 0.4 -0.2
BüSo 0.1 +0.1
PSG 0.0 +0.0
Volksabstimmung 0.1 -
GRAUE 0.1 -
DIE LINKE 6.6 -
Die Violetten 0.1 -
FAMILIE 0.2 -
FREIE WÄHLER 0.2 -
NPD 0.4 -
PIRATEN Hessen 0.2 -
UB 0.0 -

Wahlkreis Marburg-Biedenkopf I
Wahlbeteiligung 63.0%

Zweitstimmen % 2008+/-
CDU 34.3 -14.3
SPD 44.4 +9.7
GRÜNE 4.8 -1.8
FDP 7.6 +1.3
REP 1.0 -0.5
Die Tierschutzpartei 0.5 -0.1
BüSo 0.0 -0.1
PSG 0.0 -0.1
Volksabstimmung 0.1 -
GRAUE 0.1 -
DIE LINKE 5.2 -
Die Violetten 0.1 -
FAMILIE 0.3 -
FREIE WÄHLER 0.4 -
NPD 0.9 -
PIRATEN Hessen 0.2 -
UB 0.1 -

Amöneburg gehört zum Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II. Der Wahlkreis Marburg-Biedenkopf I liegt unmittelbar daneben.


Die Verluste der CDU in und um Amöneburg übertrafen den hessischen Durchschnitt (-12.0%) deutlich. Die bei den letzten Landtagswahlen 2003 direkt gewählten Bewerber der CDU - Gotthardt und Wagner - verloren ihre Mandate an wenig bekannte BewerberInnen der SPD, obwohl Gotthardt und Wagner vergleichsweise prominent waren: Gotthardt war Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, Wagner sogar Justizminister.

Es wäre übertrieben diesen Rutsch dem obigen Flugblatt zuzuschreiben. Allerdings hat 2005 ein ähnliches Flugblatt zu den Bürgermeisterwahlen in Amöneburg den favorisierten Kandidaten abstürzen lassen. Stattdessen wurde ein SPD-Mitglied Bürgermeister, das protestantisch ist und fremd - zuvor eine Unmöglichkeit in Amöneburg.

SPD, FDP, GRÜNE usw. unterstütze ich genauso wenig wie die CDU. Die CDU ist nur insoweit besonders, als sie seit 1999 die Macht in Hessen hat und deshalb für viele negative Entwicklungen verantwortlich ist. Die verehrten Hessinnen und Hessen werden flehentlich gebeten sich selbst um ihre Angelegenheiten zu kümmern und nicht mehr darauf zu vertrauen, dass das irgendwelche Parteien, Führerinnen und Führer für sie tun.

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